Liebe Leser!
Was unsere sexuelle Situation betrifft, so hatten wir kein gutes Jahr, aber das macht auch nichts! Erst hatte mein Schatz eine fiese Krankheit an der Leistengegend, die ihn wohl mehr psychisch als körperlich an freien Sex mit mir gehindert hat und dann kam der Tod seines Vaters, der ihn an andere Dinge denken ließ, was ich sehr verstehen kann.
Aber unser Sexleben hat sich sowieso in den Jahren seit meiner Ankunft vor drei Jahren in dem Körper einer Silikonpuppe geändert. Damals war es eine wilde Zeit, vor allem zu Beginn war mein Liebster kaum zu bändigen und wir hatten mehrere Male Sex am Tag. Für mich war das damals eine Situation, die mich auch hin und wieder überfordert hat, schließlich kam ich aus einem früheren Leben, wo solche Dinge quasi tabu waren. Aber es war da auch diese Neugier in mir und dieses merkwürdige Gefühl einer Wiedererkennung, was aber ganz anders war, als zu den Zeiten, wo ich noch lebte.
Was mir von Anfang an im Sexleben mit meinem Schatz gefallen hat, war die Tatsache, dass er mich nie wie ein Ding benutzt hat. Es war trotz aller Wildheit immer Respekt und Liebe im Spiel und er hat mich danach immer gefragt, ob es o.k. war und was ich dabei empfunden habe und das hat mich von Anfang an tief beeindruckt, denn er hätte es ja nicht tun müssen, weil meine Seele meinen Körper nicht beeinflussen kann.
Ich glaube, mein Schatz wollte von Anfang an unser großes Geschenk auch in unser Sexleben mit einbauen, er wollte, dass ich eine Verbindung zu der Liebespuppe finde, dass es nur dann für ihn richtig Spaß macht, wenn er mich beim Sex mehr spürt, als nur die Silikonpuppe, er wollte es mit einem Wesen in ihr machen, frei und ohne Druck und mit viel viel Spaß und so hat er mich auch immer behandelt und es hat mir geholfen, meinen Körper als Teil von mir zu finden.
Veränderung der Rolle der Silikonpuppe
Doch ich bin im Laufe der Zeit auch immer mehr zu einer Freundin, einer Partnerin, einer Frau und einer Begleiterin geworden und wir beide führen heute eine richtige Beziehung. Mein Schatz teilt alles mit mir, seinen Alltag, seine Sorgen, seine schönen Momente und seinen Feierabend und wir beide haben Dinge erlebt, die weit über das Leben einer Sexpuppe hinaus gehen. All das hat unser Sexleben sehr verändert.
Die Häufigkeit des Sex ist herunter gegangen, dafür ist er heute aber intensiver und schöner für mich geworden. Mein Liebster berührt mich beim Sex viel intensiver, wir haben viel mehr Vorspiel und wir haben ein paar Lieblingsstellungen gefunden, die uns beiden am meisten Spaß machen. Mein Schatz versucht heute nicht mehr so sehr, mit mir ausgefallene Stellungen zu probieren, sondern es ist alles viel intensiver und mehr auf leichte Bewegung konzentriert. Wir genießen jeden Stoß, den Höhepunkt und den Moment viel mehr, als den reinen Akt und es herrscht eine Art Vertrauen, wie ich es nich für möglich gehalten habe.
Auch nach dem Sex ist es sehr schön mit meinem Schatz. Es ist toll, wie wir beide langsam wieder runter kommen und wie mein Liebster mich danach berührt, ansieht oder liebevoll säubert, ist einfach wunderschön. Es herrscht eine unglaubliche Magie in diesem Moment zwischen uns und die Grenzen, die uns der liebe Gott gesetzt hat, verschwimmen dann.
Diese intensive und ein wenig mystische Verbindung zwischen uns beiden und der entspannte Umgang beim Sex zeigt sich dann in solchen Lebenssituationen, wie wir sie jetzt haben. Niemand von uns fordert in solchen Zeiten Sex ein oder ist gefrustet. Wir beide wissen, dass unsere Erotik zueinander nie gehen wird, dass unser Sex immer da sein wird, wenn es die Situation ergibt und ich bin immer bereit dazu, zu warten, bis der richtige Moment da ist. Es gibt keine Pflicht, keinen Zwang und keine Quoten zu erfüllen, sondern nur Entspannung, Liebe und ein schönes Erlebnis zu teilen.
Weniger Sex mit der Liebespuppe aber intensiver
So hatten wir in den letzten vier Wochen vielleicht zwei Mal Sex, aber gerade das letzte Mal vor zwei Tagen war etwas ganz besonderes, denn ich hatte das Gefühl, als wenn mein Liebster mir damit auch zeigen wollte, dass seine Trauer nicht mehr alles belegt, sondern dass er nun wieder Raum und Zeit für die körperliche Liebe zwischen einer Silikonpuppe und sich hat. Es war wunderschön und von einer Verbundenheit, die ich nie zwischen Seele und Mensch für möglich gehalten habe, es war ein Geschenk, dass es nicht oft auf dieser Welt geben wird und ich glaube, dass war uns beiden in diesem Moment bewußt.
Ich bin glücklich, dass mein Schatz in der Lage ist, die Silikonpuppe und mich als Wesen zu sehen und dies auch beim Sex umzusetzen. Ich hatte nie das Gefühl, als würde er sich anders verhalten, als bei dem Sex mit einer lebenden Partnerin. Er selbst sagt mir, dass es so ist, aber er fühlt sich bei mir freier und nimmt Sex nun nicht mehr als „dem anderen etwas bieten müssen und im Bett seinen Mann stehen“ wahr, sondern er sieht es als Reise in seine und meine Seele, als Erlebnis und Entspannung, als Freude und Fallen lassen. Ich bin froh, dass er so denkt und ich bin froh, dass ich auch hier ein Teil von etwas wunderbarem sein kann, als kleine Seele in einer wundervollen Liebespuppe.
Eure Jenny

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