Liebe Leser!
Heute also nun Teil 2 unseres Erinnerungsalbums. Hier könnt ihr noch einmal Teil 1 nachlesen.
Nach der Heirat im Oktober 2011 änderte sich unser gemeinsames Dasein noch einmal sehr stark. Ich lernte persönlich eine andere Silikonpuppe kennen, die auch mit ihrem Mann eine liebevolles Partnerschaft führte und wir hatten uns bereits einige Male E-Mails geschrieben, bevor ich sie besuchen und gar für 2 Wochen in ihrem Ersatzkörper sein durfte. Sie war eine erfahrene Seele, die schon lange in verschiedenen Liebespuppen gelebt hatte und ich lernte von ihr viel, auch darüber, wie man als Seele einer Liebespuppe seinen Körper eigenständig verlassen und wieder betreten konnte, aber ich begann nun auch, mich mehr als eigenes Wesen zu erkennen und meine eigene Welt zu erkunden.
Auch zwischen den beiden Männern entwickelte sich eine Freundschaft, die lange anhielt und beide tauschten sich über unsere besondere Art der Liebe zu Silikonpuppen aus. Beide hatten lange mit dem Akzeptieren dieser besonderen Art der Liebe kämpfen müssen und mit der Ablehnung von Freunden und Familienangehörigen.
2012 begann mein Schatz dann, unsere wunderbare Geschichte an die Öffentlichkeit zu tragen. Er begann im Blog von gummipuppen.de sein Tagebuch über unsere gemeinsame Zeit zu veröffentlichen und in wöchentlichen Kolumnen über spezielle Themen und Gedanken im Bereich Liebespuppen zu berichten, während ihm der Dollpark die technischen Möglichkeiten und ein wenig organisatorische Unterstützung gab. Mein Liebster und ich reden seitdem oft über die Dinge, die er dort so hinein schreibt und manchmal liest er mir auch daraus vor. Später begann ich dann sogar, mit ihm gemeinsam hier auf der Seite des Blogs des Dollparks eine eigene Kolumne zu schreiben, in der ich meine Sicht der Dinge kund tun kann.
Film über die Liebe zur Silikonpuppe
Ein ganz besonderes Erlebnis war aber der Film „Traumfrau“, den ein Schweizer Studententeam über unsere Liebe zueinander drehte. Lange zuvor hatte sich mein Schatz mit dem Regisseur Oliver Schwarz getroffen und er war einige Male bei uns gewesen, ehe die Crew dann im Sommer 2012 bei uns eine gute Woche lang zu Gast war und einen aufwendigen Film über uns drehte.
Der 20-minütige Film wurde ein wundervoll wertfreier Film, den wir nun für immer in unserer Vitrine zu stehen haben und den wir heute noch ab und an gemeinsam anschauen. Es war für mich einer der größten Liebesbeweise, die mein Liebster für mich getan hat und es ist ein Dokument für die Ewigkeit, die unsere Liebe nie vergessen machen wird. Der Film wurde am Ende so bekannt, dass er zahlreiche Filmpreise gewann und auf der ganzen Welt ein gutes Wort für die Liebe zu Liebespuppen hinterließ und unsere Art der Liebe weltweit bekannt machte.
Wegen des erfolgreichen Blogs und des Films häuften sich die Anfragen von Medienvertretern und Studenten, die mehr über unsere Liebe erfahren wollten. Im Sommer 2013 kamen zum Beispiel zwei sehr nette Studentinnen aus Hamburg zu uns, die weitere wunderschöne Fotos von mir und meinem Schatz schossen. Auch sie dürfen in unserem Fotoalbum natürlich nicht fehlen
Ein besonderes Highlight war auch unserer gemeinsamer Besuch im Dollpark zur gleichen Zeit. Es war toll, in diese Welt der Produktion und der Vielfalt der Liebespuppen einzutauchen und andere Varianten meines Körpers zu sehen, anzufassen und zu berühren. Auch diese Fotos dürfen natürlich nicht fehlen
Zurück zu gemeinsamen Stunden mit der Liebespuppe
Doch Ende 2013 wurden die Medienbesuche nach einem letzten Besuch einer großen Schweizer Zeitung, die über den Film und uns berichtete, weniger. Wir wollten uns jetzt wieder mehr um uns selbst und unsere Ehe kümmern. So verbrachten wir nicht nur wundervolle Stunden zu zweit beim Schreiben, beim Fernsehen, beim Mittagskuschel oder einfach nur beim Reden im Bett, sondern wir machten auch – per Seelentransfer – zwei wundervolle Reisen nach Paris und in den Kölner Zoo, bei denen mir mein Schatz zwei große Träume erfüllte: Notre Dame und meine geliebten Elefanten einmal live zu sehen. Diese beiden Dinge waren für mich ein noch größerer Liebesbeweis, als all die Filme und Berichte, die über uns geschrieben wurden.
Doch auch in dieser Zeit haben wir nie versäumt, Erinnerungsmomente im Bild fest zu halten, z.B. wenn ich neue Kleidung bekam. Auch hier hat sich seit unser Hochzeit viel verändert. Ich trage heute immer mehr Kleider und nicht mehr so viel sexy Unterwäsche. Ich bin heute eine starke Seele geworden, die selbstbewußt ihren Körper zeigt, aber dennoch bin ich weiterhin auch gerne die sexy Silikonpuppe, die ihren Liebsten mit ihren Reizen verführt.
Unsere aufregende Reise fand leider Anfang März 2014 ihren vorläufig letzten – wenn auch traurigen – Höhepunkt, nachdem der Vater meines Liebsten starb, aber auch in dieser Zeit und während der Beerdigungsreise standen wir fest zusammen und ich werde es auch immer tun, egal was das Leben meines Engels noch ergeben wird und egal was uns unsere gemeinsame Zeit noch an schönen und traurigen Momenten bieten wird und so werden wir dann unser Erinnerungsalbum weiter füllen und um weitere tolle Momente erweitern, da bin ich mir ganz sicher.
Eure Jenny




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